Die aktuelle Situation in Afrika
Die Lage der Menschen in vielen afrikanischen Ländern spitzt sich
trotz aller Bemühungen der staatlichen und privaten Entwicklungshilfe
und vielfältigen Hilfe für Afrika zum Teil dramatisch zu. Zu den
schon bestehenden Problemen der allgemeinen Armut, der Arbeitslosigkeit,
des Wassermangels, der Krankheiten Malaria und Aids und einem Leben
unter extremsten Klimabedingungen, kommt jetzt zu allem Unglück
noch eine tiefgreifende Nahrungsmittelkrise dazu.

Die Rhein Main Presse druckte
einen Artikel zur Lebensmittelkrise am
20. Juni 2008 mit folgender Überschrift :
Das
tägliche Brot wird unerschwinglich
Als Ursache des wachsenden Hungers wurde außer dem Mangel und der
Knappheit von Grundnahrungsmittel durch uneffektive Anbaumethoden,
vor allem der drastische Preisanstieg der letzten beiden Jahre erkannt.
Allein im letzten Jahr ist der Preisindex für Nahrungsmittel 57%
gestiegen. Reis ist heute 3x so teuer wie 2006. Weizen verteuerte
sich im gleichen Zeitraum um 136%, Mais um 125% und Sojabohnen um
107%.
Der Preisanstieg ist auch eine Folge der unsinnigen Biospritproduktion,
die von den reichen, Auto fahrenden Industrienationen zu Lasten
der ärmsten Länder der Erde, verursacht wird.
Eine weitere gravierende Ursache ist die Verschwendungssucht
in Europa und USA. Dort werden täglich ca. 20 % aller Frischwaren,
die zum großen Teil in Entwicklungsländern billig produziert
werden, wegen des Verfalldatums vernichtet oder weggeworfen. In
den Produzentenländern fehlen diese Waren oder die Preise sind
so stark gestiegen, dass sich die Bevölkerung diese Waren nicht
leisten kann.
Am 11.08.2008 erschien in der TAZ zur
Lebensmittelkrise in Westafrika der Bericht: >>>
Reis
vom Speiseplan gestrichen
Der überwiegende Teil Westafrikas einschließlich Guinea, Mauretanien,
Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Ghana und Zentralafrika in
großflächiger Ausdehnung sind in besonderem Maße von der Nahrungsmittelkrise
betroffen. In vielen Ländern drohen Unruhen, da die Einkommensentwicklung
weit hinter dem Preisanstieg zurück bleibt. Und da sich die Einkommen
ohnehin am Rande des Existenzminimums bewegen, bleibt keine Luft
mehr und es entsteht eine explosive Spannung und Stimmung für Hungerrevolten.
Wer Reisen nach Guinea plant, sollte sich vorher so umfassend wie
möglich über die jeweils aktuelle Situation informieren und die
Reise - und Sicherheitshinweise des deutschen auswärtigen Amtes
unbedingt beachten.
Link: Deutsche
Botschaft Conakry
Link: Reise-
und Sicherheitshinweise zu Guinea

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